Das IP-Ökosystem in Deutschland
Wer Erfindungen, Marken oder Designs schützen will, trifft auf viele Akteure: Ministerien und Ämter, Förderer, Transferstellen, Verbände und Kammern. Die Patentinformationszentren sind der regionale Einstieg – von dort geht es gezielt weiter.
Die Übersicht zeigt Akteure des IP-Ökosystems in Deutschland. Eine Nennung bedeutet keine Partnerschaft mit piznet; unsere Partner sind als solche gekennzeichnet.
Ministerien und Behörden
Sie gestalten das Recht des geistigen Eigentums, erteilen Schutzrechte und setzen den politischen Rahmen.
BMJV Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz
Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz ist für das Patent-, Marken- und Designrecht zuständig und bereitet die Gesetzgebung im gewerblichen Rechtsschutz vor. Das Deutsche Patent- und Markenamt gehört als obere Bundesbehörde zu seinem Geschäftsbereich.

DPMA Deutsches Patent- und Markenamt
Das Deutsche Patent- und Markenamt prüft und erteilt Patente, trägt Marken, Gebrauchsmuster und Designs ein und informiert über Schutzrechte. Die Patentinformationszentren sind seine regionalen Partner.
BMWE Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert mit dem Programm WIPANO kleine und mittlere Unternehmen bei der Patentierung und bei der Mitarbeit an Normen. Abgewickelt wird WIPANO vom Projektträger Jülich.
BMFTR Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt verantwortet die Hightech Agenda Deutschland und darin die geplante Nationale IP-Strategie. Mit Initiativen wie F.A.S.T. soll Forschung schneller in die Anwendung kommen.

EPA Europäisches Patentamt
Das Europäische Patentamt erteilt europäische Patente und bietet mit der Europäischen Patentakademie Weiterbildung an. Die deutschen Patentinformationszentren gehören zu seinem PATLIB-Netz.
Förderung und Innovationsagenturen
Sie fördern Innovationen und den Weg von der Erfindung in die Anwendung.
SPRIND Bundesagentur für Sprunginnovationen
Die Bundesagentur für Sprunginnovationen fördert Innovationen mit hohem Veränderungspotenzial. Mit dem Projekt „IP-Transfer 3.0“ will sie die IP-Verhandlungen bei Ausgründungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen beschleunigen und stellt dafür Werkzeuge wie Musterverträge bereit.
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
Der Stifterverband setzt sich für Bildung, Wissenschaft und Innovation ein. Im Projekt „IP-Transfer 3.0“ ist er Umsetzungspartner von SPRIND.
Transfer und Verwertung
Sie bringen Erfindungen aus Hochschulen und Forschung zur Anmeldung und in die Verwertung.

TransferAllianz
Die TransferAllianz ist der bundesweite Verband für Wissens- und Technologietransfer. Sie vernetzt Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Patentverwertungsagenturen und vertritt ihre Interessen gegenüber der Politik.
Transfer in den Ländern
Patentverwertungsagenturen und Transfergesellschaften auf Landesebene. In jedem Land gibt es außerdem mindestens ein Patentinformationszentrum als Anlaufstelle – alle PIZ im Netzwerk.
Karte: Transferakteure in den Ländern
PROvendis
Mülheim an der Ruhr, Nordrhein-Westfalen
PROvendis ist die Patentverwertungsagentur der Hochschulen in Nordrhein-Westfalen. Sie begleitet Erfindungen von der Meldung über die Patentanmeldung bis zur Verwertung.
RWTH Innovation
Aachen, Nordrhein-Westfalen
RWTH Innovation ist die Technologietransfereinheit der RWTH Aachen. Sie berät Forschende zu Erfindungen, Patentierung und Verwertung und arbeitet dabei mit dem Patent- und Normenzentrum der RWTH, einem Mitglied von piznet, zusammen.
BayPAT Bayerische Patentallianz
München, Bayern
Die Bayerische Patentallianz ist die Patent- und Verwertungsagentur der bayerischen Hochschulen. Sie bewertet Erfindungen, begleitet die Patentierung und sucht Lizenz- und Verwertungspartner.
futureSAX
Dresden, Sachsen
futureSAX ist die Innovationsplattform des Freistaates Sachsen und verbindet Forschung mit Unternehmen. Verwandt ist die Vernetzungsplattform wisawi der Wirtschaftsförderung Sachsen.
Verbände und Kammern
Sie vertreten Unternehmen, Ingenieurinnen und Ingenieure sowie die Fachleute des gewerblichen Rechtsschutzes.
BDI Bundesverband der Deutschen Industrie
Der Bundesverband der Deutschen Industrie vertritt die Interessen der Industrie gegenüber der Politik. In einem Positionspapier („Eckpunkte einer IP-Strategie für Deutschland“) und einem Themenpapier („Eckpunkte IP-Strategie für Deutschland“) hat er beschrieben, was eine nationale IP-Strategie aus Sicht der Industrie leisten soll.
DIHK Deutsche Industrie- und Handelskammer
Die DIHK und die Industrie- und Handelskammern informieren Unternehmen über Patente, Marken und Designs und bieten vor Ort Beratungen an. Gemeinsam mit DPMA, VPP und piznet veranstaltet die DIHK die Innovations-Roadshow.
VDI Verein Deutscher Ingenieure
Der Verein Deutscher Ingenieure bietet Erfinderinnen und Erfindern eine kostenfreie Erstberatung durch Patentanwältinnen und Patentanwälte an. Sie steht allen Ratsuchenden offen und richtet sich vor allem an Erfinderinnen, Erfinder und Gründende im Raum Düsseldorf.

Deutsche Patentanwaltskammer
Die Patentanwaltskammer ist die berufsständische Vertretung der Patentanwältinnen und Patentanwälte in Deutschland. Über sie findet man Fachleute für die Anmeldung und Durchsetzung von Schutzrechten.

VPP Vereinigung von Fachleuten des Gewerblichen Rechtsschutzes
Die VPP ist der Fachverband der Menschen, die in Unternehmen, Kanzleien und Hochschulen mit Schutzrechten arbeiten. Sie bietet Weiterbildung und Austausch und ist Partner der Innovations-Roadshow.
Stand der Links und Texte: . Hinweise auf fehlende oder veraltete Einträge nehmen wir gern über die Kontaktseite entgegen.